20 Januar 2014

Tierkreiszeichen Ratte – 鼠


Menschen, die im Jahr der Ratte geboren sind: 1912, 1924, 1936, 1948, 1960, 1972, 1984, 1996, 2008

Nach der chinesischen Horoskop-Fünf-Elemente-Lehre ist die Ratte der Wassergruppe zugehörig. Das Pferd gehört zur Feuer-Gruppe. Feuer hat Angst vor Wasser und so kann man vermuten, dass Wasser und Feuer dieses Jahr unter dem Zeichen von Zank und Streit stehen. Das "Pferde-Jahr" wird also nicht ganz so gut für "Ratte-Geborene".

Menschen, die im Jahr der Ratte geboren wurden sind ehrgeizig und ehrlich, sie lieben Ordnung und sind großzügig. Sie haben einen ausgeprägten Familiensinn, sind aber schnell verärgert und handeln oft vorschnell. Manchmal scheint der Umgang mit ihnen nicht ganz so einfach, da sie oft auch nörglerisch sind und sich schnell aufregen. Sie sind oft sehr rastlos, verfügen jedoch über eine ausgezeichnete Intelligenz und eine gute Beobachtungsgabe.

Was erwartet Menschen des "Ratte-Jahres" im Jahr des "Holz-Pferdes"?

"Für Menschen, die im chinesischen Tierkreiszeichen Ratte geboren sind, wird dasJahr 2014 wirklich kein einfaches werden. Nicht nur Beziehungsproblem bahnen sich an, sondern auch Rechtsstreitigkeiten und geschäftliche Verluste. Am klügsten ist es für die Ratten bei ihrer Zurückhaltung zu bleiben. 

Um gut über das Jahr zu kommen, sollten sie sich in Disziplin und Diplomatie üben, intelligent taktieren und sich mit Personen die ihnen wohlgesonnen sind verbünden. Bereits im Frühjahr sollten die wichtigsten Entscheidungen ohne unnötige Übertreibungen getroffen werden. Gewagte Eskapaden und wichtige Projekte sollten besser auf das darauf folgende Jahr verschoben werden. 

Auf dieser Basis ist das Jahr des Pferdes für die Ratten gut zu überstehen und mit Wachheit und Vorsicht kann das Leben wesentlich erleichtert werden." (Quelle für diesen Abschnitt: china-park.de)


Foto: Tsukioka Yoshitoshi (Japan, 1839-1892) - Nikki Danjō Naonori Changing into a Rat (Los Angeles County Museum of Art)

18 Januar 2014

Das Jahr des Pferdes 馬


Es bleibt ja gar nicht mehr so viel Zeit, die einzelnen Tierkreiszeichen vorzustellen… Nun, dann fange ich heute damit an - da nur noch knappe 2 Wochen zum Chinesischen Neujahr verbleiben.

Das Jahr 2014 – Das Jahr des Pferdes 馬

Wie bereits erwähnt, beginnt laut Chinesischem Mondkalender ab dem 31.01.2014 das Jahr des Holz-Pferdes und dieses dauert dann bis zum 17.02.2015. Das Jahr des Holz-Pferdes löst das Jahr der Schlange ab, denn letztes Jahr hatten wir das Jahr der Wasser-Schlange. Mit der Zeitrechnung der Chinesischen Jahre ist es ziemlich kompliziert. Die Chinesen glauben, dass der erste König von China der Gelbe König war (er war nicht der erste Kaiser von China). Der Gelbe König wurde König in 2697 v. Chr., also ist das Jahr 2014 das Chinesische Jahr 4711. 

Chinesisches Horoskope und die Zuordnung zu Tieren:

Jedem Jahr eines 12er-Zyklusses ist ein Tier zugeordnet. Die Geschichte von Gautama Buddha, der die Tiere einlud, erwähnte ich bereits (siehe letztes Jahr). Nun war es so, dass seinem Ruf nur 12 Tiere folgten. Als Belohnung für ihre Treue durften diese 12 Tiere jeweils über ein Jahr bestimmen, nämlich in der Reihenfolge ihres Eintreffens bei Buddha - und das war zuerst die Ratte und zuletzt das Schwein.

Daraus ergab sich: Jahr 1 - Ratte , Jahr 2 - Ochse, Jahr 3 - Tiger , Jahr 4 - Hase, Jahr 5 - Drache, Jahr 6 - Schlange, Jahr 7 - Pferd, Jahr 8 - Ziege, Jahr 9 - Affe, Jahr 10 - Hahn, Jahr 11 - Hund, Jahr 12 - Schwein

Ebenso spielen die Elemente eine wichtige Rolle im Chinesischen Horoskop. Die Kombination von den jeweiligen Zyklen zugeordneten Eigenschaften entscheidet über die Verteilung von Glück und Unglück, über ungünstig oder günstig. Manche Kombinationen von Element und Jahrestier werden als günstig, andere als ungünstig angesehen. Wie dem auch sei, wichtigstes Element zur Berechnung und Bestimmung ist das Geburtsjahr. Das Geburtsjahr ist durch das Tierzeichen charakterisiert. Durch das Geburtsjahr werden grundlegende Charaktereigenschaften sowie Harmonien und Disharmonien zu anderen Tierkreiszeichen festgelegt. Die Geburtsstunde mit seiner Tierzuordnung formt die Wesenmerkmale und Eigenschaften der jeweiligen Person. 

Das Chinesische Horoskop wird für längere Zeiträume erstellt und geht von einer höheren Beständigkeit aus. Anders als die westlichen Horoskope, die man Tag für Tag oder monatlich lesen kann.

Das Pferd 馬

Drache und Pferd sind die Glückssymbole auf Chinesisch. Die alten Chinesen sagten, dass der beste Flieger der Himmels-Drache ist und der Zweitbeste auf dem Boden ist das Pferd. Drache und Pferd sind hochrangige Symbole, herausragend, edel und gut Führung. Ein Chinesisches Geschichtsbuch sagt, dass Pferde 30 Prozent der Drachenpersönlichkeit haben. Wie dem auch sei, ein Pferd bietet Menschen ein schnellen Transport, so dass die Leute schnell ihre Ziele erreichen. Pferde können Menschen helfen, eine Schlacht zu gewinnen usw. Daher ist das Pferd ein Symbol des Reisens, des Wettbewerbs und des Sieg. Aus diesem Grunde werden Pferde auch mit einem raschen Erfolg in China verbunden. 

Pferde konkurrieren gerne mit anderen. Sie lieben ihre Freiheit, stehen für Leidenschaft und Führung. Außerdem ist das Pferd verbunden mit Hitze, Feuer und der Farbe rot. Pferde sieht man oft in sozialen Aktivitäten, denn Pferde sind soziale Tiere und rot ist auch eng mit Liebe verknüpft, macht also Sinn. Laut Chinesischer Mythologie symbolisiert das Pferd außerdem Freiheit, Lebenslust und Freundlichkeit. Es ist gut im "Geschäfte" machen, kann gut mit Geld umgehen und steht meist auf der Seite der Gewinner. Es ist aber auch oft ungeduldig…

Das Jahr 2014 generell:

"Das Jahr des Holz-Pferdes ist geprägt von einem schwer zu bremsenden Tatendrang. Alles was sinnvoll und durchführbar ist, sollte in diesem Jahr auch in die Tat umgesetzt werden. Entschlossenes Handeln, auch mit ungewöhnlichen Lösungen, ist jetzt dem langfristigen Abwägen der verschiedenen Möglichkeiten vorzuziehen. Jedoch sollte der eigene Energievorrat auch nicht aus den Augen gelassen werden. Die enorme Antriebskraft könnte die Reserven schnell erschöpfen. Deshalb ist es sinnvoll zwischendurch auch etwas gemächlicher zu agieren und Ruhephasen einzulegen." (Quelle für diesen Abschnitt: china-park.de)

A wall scroll painted during the Chinese Song Dynasty (960-1279 - A Tributary Horse for Emperor Xuanzong of Tang, 12th century, Metropolitan Museum of Art, New York

17 Januar 2014

Noch 14 Tage und dann ist Chinesisches Neujahr.


Am 31. Januar 2014 wird in China mit dem Chinesischen Neujahrsfest der wichtigste chinesische Feiertag begangen. 

Das Chinesische Neujahrsfest leitet nach dem chinesischen Kalender das neue Jahr ein. Warum das so ist und von unserem Kalender abweicht? Weil in China seit der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts statt des traditionellen chinesischen Lunisolarkalenders der gregorianische Kalender verwendet wird. Infolge dessen fällt der Beginn des Neujahrsfestes auf einen Neumond zwischen dem 21. Januar und dem 21. Februar. Dieses Jahr ist es dann der 31.01.2014.

Es gibt insgesamt 12 Tierkreiszeichen laut dem Chinesischen Kalender. Dieses Jahr ist es das Jahr des Holz-Pferdes (Horse) / 甲午. Das Jahr des Pferdes dauert vom 31.01.2014 bis zum 19.02.2015. 

Mehr dazu und zu den anderen Tierkreiszeichen und deren Deutung in 2014 im Laufe der nächsten zwei Wochen.

Viel Spaß beim Lesen!



05 Januar 2014

Gespräche - "Kulturelle Hintergründe…"


Kürzlich fragte mich ein Patient "Können Sie mir einen Tai Chi oder Qi Gong Kurs empfehlen?" Er habe im Laufe der Zeit schon einige Kurse in der Region besucht, nur habe er immer festgestellt, dass den Lehrern jeweils tiefgehendes Hintergrundwissen zur Philosophie und Kultur des Ursprungslandes fehle. Er habe sich nie wohlgefühlt und dann damit aufgehört.

Es stimmt schon, dass sehr viel angeboten wird - egal in welchem Bereich, was tiefgehenden Grundlagen entbehrt. So ist es in der TCM wie in anderen Alternativmedizinen, die zum Beispiel aus Fernost kommen, auch. 

Wäre es nicht von grundlegender Bedeutung, wenn ein TCM-Therapeut zumindest einen längeren Chinaaufenthalt oder ein Therapeut der ayurvedischen Medizin einen Indienaufenthalt hinter sich gebracht sollte? Würde es nicht Sinn machen, die philosophischen Ansätze der jeweiligen Medizin zu kennen und zu verstehen bzw. auch mit den kulturellen Gegebenheiten des Ursprungslandes vertraut zu sein? Ja, natürlich ist das von Bedeutung - denn alles andere ist lediglich ein "Wissen vom Wissen"… sehr oft auch nur ein Kopieren vom Kopierten, da Wissen hierzulande sehr oft von Personen vermittelt wird, die ebenso nur aus ihren "Aufzeichnungen" lehren, nicht aber aus ihrer Erfahrung. Ist es denn nicht so, dass Dinge (Lehren) in unseren Breitengraden oft zu etwas gemacht werden, was sie im Ursprung gar nicht sind? Oder dass Personen sich andere Namen zulegen und Kleidung tragen, die nun wirklich nur kulturell bedingt sind….

Natürlich ist alles relativ, denn sind diese Personen besser, die zum Beispiel nach China gehen und sich andauernd über die sogenannten "schlechten Manieren" der Chinesen beschweren? Ob denn "unsere" besser sind? Sie sind doch eigentlich nur "anders" - weder besser noch schlechter. 

Oft wundern sich Asiaten über *unsere* Eigenarten. Hier kann es für uns Ausländer durchaus Sinn machen, sich dessen bewusst zu sein... Eine Begebenheit: Ein deutsches Ärztepaar arbeitete für einige Zeit in der Mongolei, in Ulan Bator. Ihre (erwachsene) Tochter, auch Ärztin, besuchte sie. Nach ihrer Rückkehr wurde sie gefragt, wie sie es in Ulan Bator fand - "So dreckig, unglaublich dreckig…". Tja, was erwartet man? Dass man alles so vorfindet wie es in Europa üblich ist. Mal davon abgesehen, dass es selbst in Europa große Unterschiede gibt… Gerade die Unterschiede sind doch das, was alles so interessant macht, meinen Sie nicht?

Wie ging das Gespräch mit dem Patienten aus? Am Ende fiel mir dann doch noch jemand ein, von dem ich glaube, dass er sehr viel (authentisches) Hintergrundwissen hat. Ich habe ihm dann einen Lehrer empfohlen, der authentische japanische Kampfkunst in Köln vermittelt.

01 Januar 2014

HAPPY NEW YEAR

Ein Frohes Neues Jahr - Viel Gesundheit, Glück, Freude und Zufriedenheit in 2014.

Foto: Sabine Schmitz