21 Februar 2014

LING ZHI (língzhī 灵芝)


Ich fange mit einem sehr bekannten Pilz heute an:

LING ZHI (língzhī 灵芝)

Latein: Ganoderma lucidum, Ganoderma sinensis u.a.

Weitere Namen, unter denen er in Deutschland bekannt ist, sind japanisch: REISHI (霊芝), koreanisch: JONG SI (eigentlich: ryŏngji 령지 bzw. yeongji 靈芝).

Temperaturverhalten: neutral
Geschmack: süß

Aufgrund seiner häufigen Verwendung als medizinisches Heilmittel, besonders als Stärkungsmittel, wird Ling Zhi als Kulturpflanze angebaut. Ling Zhi enthält enorm viele bioaktive Substanzen, deren positive Effekte auf die Gesundheit des Menschen wissenschaftlich belegt wurden. 

Der chinesische Name "Ling Zhi" bedeutet „Geist-Pflanze“ od. "Geist-Pilz" (spiritual mushroom); ein anderer gebräuchlicher chinesischer Name ist „Pilz der Unsterblichkeit“. In der TCM wird Ling Zhi als "Heilpilz" verwendet und wird in China schon seit Jahrtausenden als Stärkungsmittel (Tonikum) verwendet. Ich selber kenne Ling Zhi aus Chinesischen Krankenhäusern. Dort bekomme ich Ling Zhi oft im Tee gebracht, so quasi als Stärkungsmittel, wenn man als Ausländer wohl etwas blass um die Nase aussieht. Was nicht selten vorkommt, wenn man den ganzen Tag im Krankenhaus ist…

Pharmakologische Wirkungen von Ling Zhi (westlich gesehen):

immunstimulierend, antineoplastisch (das Geschwulstwachstum hemmend), blutdrucksenkend, antibiotisch, analgetisch (schmerzlindernd), antidiabetogen, sedierend, antiasthmatisch, anittussiv (hustenstillend) usw.

Wirkungen laut Chinesischer Medizin:

*Ernährt das Blut im Herzen
*Stärkt die mangelhafte Energie (qi) der Milz
*Löst Lungenschleim (fei tan) auf, der durch die Kälte (hab) hervorgerufen wird
*Lindert Husten und Asthma
*Beruhigt den Geist (shen)

Aufgrund seiner absenkenden und nährenden Funktion wird Ling Zhi in der TCM gerne bei folgenden Krankheitsbildern eingesetzt:

Schlaflosigkeit, Asthma, Husten, Stützung des Blut (xue) und des qi, Erschöpfung, geistige Müdigkeit, geschwächte oder unzureichende Immunität, Rekonvaleszenz nach Operationen oder langen Krankheiten, Tumorerkrankungen usw.

Demnächst mehr...


Was sind Vitalpilze?


Gestern wurde ich gefragt, was Vitalpilze sind und welche es gibt. Grund genug, diesen "Pilzen" den ein oder anderen Post zu widmen!

Was sind Vitalpilze?

Vitalpilze, manchmal auch "Heilpilze" genannt, sind überwiegend Speisepilze also Lebensmittel. Es sind Pilze, die kultivierbar sind und inzwischen weltweit im großen Stil angebaut werden. Die Nachfrage ist sehr groß! 

Alle Vitalpilze haben eins gemeinsam, sie sind reich an ernährungsphysiologisch wichtigen Biovitalstoffen, wie etwa Mineralien, Spurenelementen und Aminosäuren. Vitalpilze können die Selbstaktivierung im menschlichen Organismus anregen und aufgrund ihrer enormen Nährstoffdichte Mangelerscheinungen vorbeugen.

19 Februar 2014

Frage 2: Ohnmacht bei Akupunktur - Welche Nebenwirkung hat Akupunktur?


Diese Frage habe ich in der Tat von Patienten im Zusammenhang mit vorangegangener Ohnmacht bei einer AK-Sitzung anderswo gestellt bekommen (und das nicht nur einmal…)

Jeder gut ausgebildete Akupunkteur weiß, wo und wie er nadeln muss.

Natürlich kann es passieren, dass das "Nadeln" weh tut. Beim Stechen mit einer Nähnadel tut das ja auch ein wenig weh... und dass es an der Einstichstelle blutet oder sich unter der Haut ein Bluterguss bildet, kommt auch ab und an vor. Das lässt sich nicht immer vermeiden. Das sind aber auch schon die häufigsten unerwünschten Nebenwirkungen einer Akupunktur. Deutliche Rötungen nach dem Entfernen der Nadeln sind normale Reaktionen durch lokale Histaminausschüttung (so vermutet man). Patienten, die mit starken Rötungen nach dem Ziehen der Nadeln reagieren, zeigen auch meist eine schnelle therapeutische Wirkungen.

Kollaps und Ohnmacht während oder nach einer Akupunktursitzung werden v. a. bei psychisch labilen, angespannten, ängstlichen oder kreislaufschwachen Patienten bei der Akupunktur in sitzender Haltung beobachtet. Wobei ich nicht ganz nachvollziehen kann, dass man diese Patienten und auch Schwangere nicht sofort im Liegen nadelt… Wie gesagt, zur Vermeidung dieser Komplikation sollten die Patienten liegend behandelt werden, was ohnehin in fast jeder Praxis im Westen üblich ist. 

Ein starker Schmerz (welcher nichts mit dem normalen "Nadelungsempfinden zu tun hat) während der Akupunktur ist größtenteils auf mangelhaftes Nadelmaterial oder auf eine ungeschickte Nadelungstechnik zurückzuführen. Schmerzen können auch durch Muskelbewegunge ausgelöst werden, deshalb sollte sich der Patient während der Behandlung nicht viel bewegen. 

Die Anwendung von Akupunktur erfordert eine deutlich umfangreichere Akupunkturausbildung. Die Ausbildungsdauer des sogenannten A-Diploms mit 140 Stunden wurde von Kursanbietern als unzureichend für eine optimale Anwenderqualität bewertet. Es sollten mindestens 350 Unterrichtsstunden Ausbildung stattgefunden haben, wobei westliche Akupunktur in der Regel (von Ärzten) immer noch mit einer "Grundausbildung Akupunktur" von 140 Stunden Ausbildungszeit praktiziert wird. Es kann daher Sinn machen, auf den Ausbildungsstand ihres Therapeuten zu schauen. 

Eine übersichtliche Therapeutenliste finden Sie unter www.agtcm.de

In den letzten Wochen traten einige Fragen gehäuft auf. Zwei davon möchte ich an dieser Stelle gerne erwähnen:


Werden die Akupunktur-Nadeln nach der Anwendung wieder benutzt?

Nein.

Heutzutage verwendet man sterile Einmalnadeln. Das heißt, diese werden nur einmal benutzt und erst vor dem Gebrauch aus der Packung geholt.

Vorzugsweise haben die Nadeln einen hochwertigen Silber- oder Kupferwendelgriff, um alle Facetten und Möglichkeiten der Akupunktur ausschöpfen zu können. Einige Therapeuten nutzen jedoch auch Nadeln mit Plastikgriff.

Nach der Akupunkturbehandlung werden alle Nadeln in einem dafür vorgesehenen Container entsorgt. Die Container sind so beschaffen, dass Verletzungsgefahr ausgeschlossen ist.

Selbst in China oder Vietnam habe ich heutzutage keine einzige AK-Nadel gesehen, die wieder verwendet wurde….

18 Februar 2014

Die Zeit der Organe in der Chinesischen Medizin


Laut TCM hat jedes der 12 Organe eine zwei Stunden andauernde Zeit ihrer „Hauptaktivität“. Diesen 24 Stunden andauernden Zyklus bezeichnet man auch als "Organuhr".

Sehr spannend, wussten Sie eigentlich, dass morgens gegen 3 Uhr häufig Menschen wach werden, die zu Lungenkrankheiten wie Asthma neigen. Oder, dass morgendliche Übelkeit Menschen in der "Magenzeit" zwischen 7.00 und 9.00 Uhr "befällt". 

Sehr interessant ist auch, dass die meisten Polizeieinsätze wegen „Zornesausbrüchen“ in der sogenannten "Gallezeit" zwischen 23.00 und 1.00 stattfinden. Zumindest sagt man das, eine Statistik hierzu wäre überaus aufschlussreich : )

Organuhr laut Chinesischer Medizin